D’orothea Emma Göbel  
     

AUSZEICHNUNG

‚Augenblick mal’

Erklärungen zum Werk: 

   

 

DAS MOTIV

 

 1. Preis beim Wettbewerb 
„Kunst am Bau“ der SWG GmbH 
Stadt Schweinfurt im Jahr 2006
 
Realisierung des 4 x 4 Meter großen zweigeteilten Kunstwerkes aus Glas. Anbringung an der Hauptfassade eines Mehrfamilienwohnhauses am Unteren Marienbach / Ecke Schützenstraße in 97421 Schweinfurt. 
Realisierung in Gemeinschaftsarbeit mit dem Architekturbüro bma - Bernd Müller Architekt - Marktheidenfeld
 
 
Direkt an einer der meist befahrenen Ampelkreuzungen der Stadt.
 

 

KÜNSTLERISCHER BEWEGGRUND

 

Das Glasbild besteht aus der Abbildung einer Augenpartie und nimmt unweigerlich Blickkontakt mit jeder ihm entgegenkommenden Person auf.
Das Augenpaar blickt wachsam und beschützend über die vor ihm liegende Verkehrskreuzung und hält einen immer wiederkehrenden Dialog mit den vorübereilenden Menschen.

Dabei thematisiert das Kunstwerk die stetige Veränderung des Menschen. 

Das Augenpaar wird bewusst auf zwei Glasflächen aufgeteilt, um dem Passanten die Asymmetrie eines jeden Antlitzes bewusst zu machen.

Durch das Ausstellen der Scheiben in einem bestimmten Winkel zur Fassade erlebt der Betrachter zunächst die vordergründige Fassade des Menschen auf der Glasscheibe. Durch ihre Transparenz ist es möglich sowohl im wörtlichen, als auch im übertragenen Sinn hinter die „Fassade“ zu blicken.

Im Vorüberfahren wird für den Betrachter an einem bestimmten Punkt die räumliche Trennung der Glasscheiben aufgehoben, und für einen „ Augenblick“ verschmelzen die beiden Gesichtshälften wieder zu einer Einheit.

Sie spiegeln durch ihre stets verschiedenen Erscheinungsformen das ihm entgegenblickende, ständig verändernde Abbild des Menschen wieder.

So wie der Mensch sich permanent verändert, verändert sich auch das Kunstwerk. Auf jede Veränderung seiner Umwelt, reagiert er mit wechselnden Stimmungen. Ebenso verändert sich das Kunstwerk an der Südfassade, je nach Witterungslage. Durch die Änderung des Sonnenstandes oder des Bewölkungsgrades des Himmels ergeben sich jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde, jeden Tag immer wieder neue Abbilder des Gesichtes, die in Intensität und Form variieren.

 

 

AWARD

‚Hold on’

 

   

 

THE MOTIF

 

 1st prize at the competition "Kunst am Bau" of SWG GmbH Stadt Schweinfurt in 2006
 

Realization of the 4 x 4 meter large two-part art work of glass.
Attached to the main facade of a multi-family dwelling at the lower
Marienbach / corner Schützenstraße in Schweinfurt / Germany.

Realizied in collaboration with the architectural office bma - Bernd Müller Architekt - Marktheidenfeld www.bma-mar.de.

 

Directly on one of the most frequented traffic lights of the city.

 

 

ARTISTIC MOTIVATION

 

The glass image consists of the image of an eye part and inevitably makes eye contact with each person who meets it.

The pair of eyes gazes vigilantly and protectively over the traffic intersection ahead of them and keeps an ever-recurring dialogue with the passing people.

The work of art is concerned with the constant transformation of people. 

The pair of eyes is deliberately divided into two glass surfaces, in order to make the passing people aware of the asymmetry of each face.

Through the exposure of the panes at a certain angle of the facade, the observers first experience the superficial façade of human on the glass pane. Its transparency makes it possible to look behind the "façade" both in a literal and a transposed sense.

In passing, the spatial separation of the glass panes is removed at a certain point for the observer, and for a "moment" the two facial halves merge again into a unity.

Through their ever-different forms of appearance, they reflect the ever-changing image of man, which faces him.

Just as man changes permanently, the piece of art also changes.

To every change in his environment, he reacts with changing moods. Likewise, the work of art changes on the southern façade, depending on weather conditions.

By changing the level of the sun or the degree of cloudiness on the sky every second, every minute, every hour, every day new images of the face vary, which change in intensity and form.